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Nachricht von der Zerstörung
einer dreytågigen Bestürmung mit Die Fortsegung ihrer verzweife einer großen Niederlage der Juden lungsvollen Gegenwehr nöthigte völlig behauptet. Wenige Tage endlich den Titus die Stadt mit nachher ward der Angrif auf die einer Mauer völlig einzuschließen. Burg Antoniam gerichtet. Eitus Hierdurch ward dasjenige aufs ge= ließ zwar nach seiner gütigen und naueste erfüllet, was Christus vore mitleidigen Gefinnung die Belager- her geweisfaget hatte, und die ers ten abermals durch den Josephum schrecklichste Hungersnoth, neb zur Uebergabe ermahnen; allein ob allem damit verbundenen Elend dieser gleich durch eine sehr nach: nahm nun völlig überhand. Ausdrückliche Rede und mit Chränen gezehrte Menschen suchten bey Taus fie zu bewegen suchte, so wurden senden in den legten Zügen vergebs doch alle Vorstellungen nur mit lich ihre Erhaltung. Die bewafnes Schimpfworten und sogar mit Pfei- ten Räuber fielen in die Häuser, len erwiedert. Viele Einwohner bemächtigten sich aller Nahrungsfuchten indes durch die Flucht ihre mittel, und quälten mit den entErrettung und erhielten auch solche, seslichsten Martern alle und jede auf wenn sie anders der Wachsamkeit welche nur der Verdacht einiger und den Schwerdtern der Besagung Verbergung fiel. Die Eltern rissen zu entgehen vermochten, durch die ihren Kindern und diese ihren ElGelindigkeit des Titus. Die aber tern und Geschwistern den lezten als Gefangene in die Hände der Bissen aus dem Munde. Viele, Römer fielen, wurden in so großer die diefen Jammer, durch die Menge in dem Angesicht der Stadt Flucht zu den Römern, zu entringekreuziget, daß nach Josephi Aus- nen suchten, wurden von den Gol druck es zulezt an Raum und Holz daten in der Vermuthung, daß fie zu Kreuzen mangelte. Ein gewiß Gold verschlungen, lebendig aufe sehr merkwürdiger Anblick vor ei geschnitten. Man suchte durch die ner Stadt, deren Einwohner die unnatürlichsten Mittel die Stillung Kreuzigung Christi dem Pilatus mit des Hungers, und eine bemittelte der größten Wuth abgedrungen hat- Mutter die durch diese Plage zur ten! Titus ließ inzwischen diese äussersten Verzweifelung gebracht Grausamkeit zu, um zu versuchen war, schlachtete und kochete ihr ei ob vielleicht die Furcht vor einer genes Kind, und bot, da sie einen gleichen Bestrafung die Hartnäckig- Theil desselben verzehret, den graukeit der Belagerten überwinden samen Kriegsknechten die andere mdgte. Aber so wenig dieses, als Hälfte dar. Alle Straßen waren die bereits sehr zunehmende Hun- mit Leichen bedecket, und das Sters gersnoth, noch auch die wiederhol- ben war so häufig daß vom 14 April ten Warnungen des römischen Feld- bis zum ersten Julius 115880 Lei herrn, die Stadt, den Tempel, chen zu einem Thore hinaus ges und ihr eigenes Leben zu retten, bracht, und 600000 über die Dauer vermogten etwas bey diesen gånz- geworfen wurden. Titus ward durch lich Verstockten auszurichten; sie diese erschrecklichenUmstände äusserst fagten vielmehr dem Tito felbst mit gerühret, und bezeugte mit gen untermengter Verschmähung daß sie Himmel gehobenen Händen, daß er lieber sterben, als sich ergeben woll- an diesen unnatürlichen Grausamten, und beriefen sich dabey frech keiten unschuldig sey, und solche auf den Schuz Gottes, dessen Ver- unerhörte Gräuel unter den Trümächter sie doch waren.
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