Beicht, und Communions Gebete. 55 51
ben mir behalten? Die Wohlfahrt meines Nächsten, und seine Nahrung, wie meine eigene, zu befördern gesucht? Alle Billigkeit in meinen Geschäften und Gewerben beobachtet? Habe ich auch das Meine weislich zu Rathe gehalten, durch Arbeit zu vermehren gesucht? War ich mit dem, was mein Gott mir gab, auch zufrieden?
Bin ich nie auf eine unerlaubte Art von der Wahrheit abgewichen? Habe ich nie zum Schaden des Nächsten eine Unwahrheit geredet? Nie gegen meine Vorges festen die Wahrheit geläugner? Nie durch bösen Argwohn mich an dem Nächsten verfündiget? Nie die Heimlichkeiten des Nächsten unbefugt und zu seinem Schaden entdeckt? Habe ich keinen Menschen je durch böse Nachreden betrübt? Nie etwa sogar vor Gericht ein falsch Zeugniß gegeben? Suchte ich im Reden siers alle Vorfichtigkeit zu beweisen? Suchte ich durch heilsame Gespräche andere, so viel es seyn konnte, zu erbauen?
Habe ich alle böse küste, welche in mir aufstiegen, durch freue Anwendung aller meiner Kräfte unverweilt zu unterdrücken gesucht? Habe ich nie nach den Gütern des Nächsten listig getrachtet, sondern einem jes den das Seine gegönnt? Habe ich nie durch Ehrgeiz und Hoffart mich verfündigt? Habe ich die Demuth in mir stets zu erhalten getrachtet? habe ich die Be gierde nach irdischen Gütern und Vergnügungen ge mäßigt? Habe ich aus Liebe zu dir, o mein Gott! allen meinen Begierden Ziel und Maaß gesetzt, und mich nach dem Benspiel meines Herrn Jesu in der Selbstverläugnung geübt?
Habe ich dir, o du treuer Heiland, der du dich für mich in den Tod gabst, für deine Liebe genugsam gedankt, meinen keib und meine Seele dir wieder zum Opfer übergeben, mich in deiner Nachfolge geübt, dem Geist der Gnaden nie muthwillig widerstrebt, und überhaupt den theuren Eid gehalten, den ich dir, o Gott, ehedem in der Taufe und auch nachher öfters fenerlich gethan habe? Ach du barmherziger Vater! gehe nicht mit mir ins Gericht, denn ich kann dir auf tausend ja wohl nicht eins
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antwor:


