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Weimarisches Gesangbuch : nebst einigen Gebeten zur öffentlichen und häuslichen Andacht / [[mit] Vorrede von J. G. Herder]
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und feiner Regierung.

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4. Der du kannst die Erde mit Haufen stehe, und das Kleiden, und sie zierst mit Far Vieh zu effen hab, daß der ben schön; schöner, als man Wein den Menschen lab, und stickt mit Seiden, muß ihr Brod aus der Erden gehe. Blum- Werk vor dir siehn; Gott, dich lob ich in der Zeit, fie mit Waffer ganz umge- und dort in der Ewigkeit. ben, welches über Berge 8. Auf den Felsen, in den steigt, und viel tausend Fische Klüften, kennst du jedes wil zeigt, die in ihrer Tiefe leben.de Thier; in den hocherhab­Gott, dich lob ich in der Zeit, nen Lüften fleucht der Reiher und dort in der Ewigkeit. her vor dir: durch die Sonne kanst du theilen Jahr und Tag; der Mord geht auf zu verrichten seinen Lauf: alles muß zu Dienst dir eilen. Gott, dich lob ich in der Zeit, und dort in der Ewigkeit.

5. Berge, so an Wolken reichen, Thäler und das ebne Land find durch deine Macht desgleichen fest gegründet; deine Hand hat die Ströme so geleitet, daß fie fliessen fort und fort, doch nicht ohne Ziel und Ort, so du ihnen haft bereitet. Gott dich lob ich in der Zeit, und dort in der Ewigkeit.

9. Muß die Sonne fich verstecken, daß der Mensch zur Ruh fich legt, kannst du Herr! die köwen wecken, wie auch alles Wild sich regt, um 6. Daß die Thiere fich er von dir gespeift zu werden, so laben, schafft du Quellen im Wald als wie im Feld; überall; sie genieffen deiner deiner Güt ist voll die Welt, Gaben daß auch da dein koballes rühmer dich auf Erden. erschall, wo dir alle Vögel Gott, dich lob' ich in der Zeit, fingen,( auf den Bäumen, und dort in der Ewigkeit. da ihr Haus ficht so künst. und zierlich aus,) die sich in die Lüfre schwingen. Gort. dich lob ich in der Zeit, und dort in der Ewigkeit.

10. Wann nun jenes Licht angehet, und die Nacht nicht bleiben kan, sieht man, daß der Mensch aufsteher, und fångt feine Arbeit an, daß er 7. Herr! du sendest deinen habe Brod zu effen, und Regen, der erfrischt das dürre die Speif ihm aus der Erd, land; schüttest reichlich aus von dir, Herr! gegeben den Segen, aus der treuen werd; ach! wie kann ich Vater- Hand, daß das Gras, dein vergessen? Gott, dich

lob