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Weimarisches Gesangbuch : nebst einigen Gebeten zur öffentlichen und häuslichen Andacht / [[mit] Vorrede von J. G. Herder]
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und seiner Regierung.

gen machen, die betrübt und die Noth schon überhand, Frånkt er auch, stößt in Jam ihm sind Mittel gnug be­mer, Angst und Noth, die er kannt, wie er könne dich doch bald aus der Noth erlösen, aus Gefahr und will erhöhen, hoch verseßen, allem Bösen. und anSeel undleib ergetzen. 3. Dies bedenk, du meine Seele, wenn ben dir die Noth bricht ein, und dich ja nicht felbsten quale, als sollst du verlassen seyn: Gott geht mit dir wunderlich, herrlich zu erretten dich; laß dein Herz nur nicht wanken, du wirsts ihm einmal noch danken.

4. Denke selbst an das zu rücke, was dich deine Jugend lehrt. O wie manches Unge­lücke hat er schon von dir ge kehrt! Defters da man hátt gedacht, du würd'st in der Creußes- Nacht liegen blei ben und ersterben, ließ dich Gott doch nicht verderben.

5. Nun, der große Gott der Erden, der ist unveränderlich; wolt'st du jezt verzagter wer den, als folt er nicht schützen dich? Nein, sein werthes Va­ter- Herz bricht ihm über dei nen Schmerz, ja, wie's eis ne Mutter kränket, so dein Gott an dich gedenket.

6. Also fehlte auch nicht an Können: Gott kann machen was aus nichts, drum läßt er sich mächtig nennen, wenn er reder, so geschichts. Nimmt

II

7. Her auch; was dir Gott versprochen hier und da in seinem Wert, das hält er die unverbrochen, so gewiß er ist dein Hert. Himmel und die Erd vergehn, Gottes Wort muß doch bestehn. Drum auf Gottes Zusag' traue, auf seine Macht und Gnade bane.

8. Doch, mein Herz, noch dieses wiffe, Gott ist auch ein weiser Mann. Denk nicht, daß er helfen müsse plötzlich, da ér helfen kann. Wun­derlich fügt er die Zeit, wenn er wenden will das leid, wenn ers herrlich will ausführen, unser Haupt mit Gnaden zieren.

9. Hålts nun Gott vor dir verborgen, wenn, wie, wo er helfen will; mach dir darum feine Sorgen, fey nur in dem Herren still: Er will sehen, ob auch fest fich dein Herz auf ihn verläßt; er will, daß du ihn wohl kennest, de­sto mehr auch Vater nenneft.

10. Er will deine Andacht mehren, welche fonft fast falt und todt: Er will gern das kob anhören, so du nach er­littner Noth ihm, als der

dein