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Weimarisches Gesangbuch : nebst einigen Gebeten zur öffentlichen und häuslichen Andacht / [[mit] Vorrede von J. G. Herder]
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IX

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Von Gott, seinen Eigenschaften

nem eignen Willen: sey du mein Freund undtreuer Rath, was gut ist, zu erfüllen. 15. Wer fleißig betet und 9. Pruf alles wohl, und was Gott traut, wird alles, da ihm mir gut, das gieb mir ein; fonft für graut, mit tapferm was Fleisch und Blut erwäh- Muth bezwingen; sein Sor­let, das verwehre. Der höch­ste Zweck, das beste Theil, fen deine lieb und Ehre.

gen- Stein wird in der Eil in tausend Stücke springen.

10. Was dir gefällt, das X laß auch mir, o meiner See le Sonn und Zier! gefallen und belieben; was die zu wider, laß mich nicht in Berk und That verüben. 11. Ifts Werk von dir, so hilf zu Glück; ists Men fchen- Thun, so treibs zurück, und andre meine Sinnen. Was du nicht wirkst, pflegt von sich selbst in kurzem zu zerrinnen.

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mich nur ohn Unterlaß zum Seufzen und zum Beten.

12. Sollt' aber dein und unser Feind an dem, was dein Herz gut gemeynt, be ginnen sich zu rächen, ist dies mein Trost, daß seinen Zorn du leichtlich könntest brechen.

13. Tritt du zu mir, und mache leicht, was mir sonst fast unmöglich deucht, und bring zu gutem Ende, was du felbst angefangen hast, durch Weisheit deiner Hände.

16. Der Weg zum Guten ist fast wild, mit Dorn und Hecken angefüllt; doch wer ihn freudig gehet, kommt end­lich, Herr, durch deinen Geist, wo Freud und Wonne stehet.

17.Du bist mein Vater, ich dein Kind, was ich ben mir nicht hab und find', hast du zu aller Gnuge; so hilf nun, daß ich meinen Stand wohl halt, und herrlich fiege.

18. Dein soll fenn aller Ruhnrund Ehr, ich will dein Thun je mehr und mehr, aus hocherfreuter Seelen, vor deinem Volk und aller Welt, so lang ich leb, erzehlen. Miel. Jesu, meine Freude.

14. Gott der wirds wohl machen, dem ich alle Sachen allzeit heimge­stellt; Er hat mich erkohren, eh ich noch gebohren bin auf diese Welt; hat mir auch, zu meinem Brauch, was von­nöthen, stets gegeben, hier in diesem Leben.

14. Ist gleich der Anfang etwas schwer, und muß ich auch ins tiefe Meer der bit- 2. Gott der wirds wohl tern Sorgen treten, so treib machen, der mir manches

Lachen,