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HOTEN
Borrede.
In den Vorreden der vorhergehenden Auflage dieses Ge sangbuchs, die von zwen Verlegern besorgt ward, wurd sowohl der Werth der alten Lieder als auch die Schwierig feiten bemerkt, die der Einführung eines neuen, durchaus verbesserten Gesangbuches entgegen standen. Die Einrich tung dieser Auflage wird hoffentlich beyde Theile befriedigen sowohl die, die die alten Gefänge unverändert beybehat ten wünschten, als auch die beträchtliche Zahl derer, die nach dem Vorgange fast aller Deutschen Länder, eine nad unsrer neueren Sprache eingerichtete Sammlung von Liedern vielfältig verlangten.
Berde von diesen Partheyen haben in ihrem Sinn Necht. Ein Lied, das man in der Kindheit auswendig ge lernt hat, will man nicht gern im Alter verändert hören einen Gesang, an dessen Kraftvollen Ausdrücken man sein Herz erquickte, an dem der Niedergeschlagene Trost, de Sterbende Hoffnung genoß, wünscht man nicht, etliche schlechter Reime wegen, in eine andre Form gegossen, un fast unkenntlich gemacht zu sehen. Man wünscht mit der Glauben der Vater auch die kieder beyzubehalten, in dene Jene ihren Glauben ausdrükten und stärkten. Selbst mi den Melodieen kömmt uns ihr aufmunterndes Andenke wieder.
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