Vorrede.
Du werdest nämlich mit GOTT deinem Schöpfer reden, und mit dem HERRN Himmels und der Erden zu schaffen haben: demselben werdest du sein Lob sprechen, ihme deine Schwachheit, Noth und Anliegen eröffnen, seine Hilf und Gutthaten begehren. Aber wie? Antwort: aufmerksam, fromm, ehrerbietig und ohne zeitliches Interesse oder Absehen, muß solches in dem Angesicht einer so groBen Majestät geschehen.
Zweitens: Schicke voran eine herzliche Reu und Leid; massen Gott die Sünder nicht höret, als welche ihin ein Greuel seynd.
Drittens: Setze deinem Gebeth eine gute Meinung vor, daß du selbiges allein zu Gottes Ehr, deiner und des Nächsten Heil anordnest; und, mit dieser oder jenen Tugend begabt, oder von diesem oder jenem Lafter befreiet zu werden, bittlich anhal teft.
Viertens: Halte an um Gnad, andächtig, aufmerksam und mit zerknirschtem Geist zu bethen, auch keine von der Andacht und Gebeth abhaltende Gedanken wiffentlich einzulasen, sie mögen Namen haben, wie sie wollen. Dahero auch deine außerliche Sinnen, sonderlich aber seynd
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