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Gesangbuch zum gottesdienstlichen Gebrauch der Reformirten Gemeinden in Kurpfalz
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Andachten und Erweckungen

an nichts Zeitliches mein Herz hånge, und mir dadurch meinen Abschied aus der Welt schwer mache. Lehre es mich vielmehr so brauchen, daß ich es mit gutem Gewiffen zurück lassen, und auch dann noch wann ich es nicht mehr haben kann, mich ewig freuen könne, es einmal gehabt zu haben. Hilf mir nach denen bessern Gütern der Seele trachten, die mir kein Tod rauben kann, und regiere mich in meinem ganzen noch übrigen Leben mit deis nem Geiste so, daß ich eine Seele voll deiner Erkenntniß und Liebe, gereinigt von Einden, und versichert von deiner Gnade, aus dieser Welt in jene herüber nehmen könne. Zu was für einer Zeit und in welchen äusserlichen Umständen mich dann auch ime mer der Tod treffen möge, so wird er en solcher Verfaffung als lemal Gewinn für mich seyn, und dazu hilf mir nach deiner Barmherzigkeit durch Christum. Amen.

Pf. 90, 12. Herr, lehre uns bedenken, daß wir sterben müssen, auf daß wir flug werden.

21. Gebet bei herannahendem Ende.

Pf. 25, 17. 18. Die Angst meines Herzens ist groß: führe mich aus meinen Nothen. Siehe an meinen Jammer und Elend, und vergleb mir alle meine Sünden.

Gelober seyst du, o Gott und Vater unfers Herrn Jesu Chrifti! daß du uns nach deiner grossen Barmherzigkeit wiedergebohren haft zu einer lebendigen Hoffnung durch die Auferstehung Jesu Christi von den Todten, zu einem unvergånglichen, unbefleckten, und unverwelklichen Erbe, das denen im Himmel aufbehalten wird, die aus deiner Macht durch den Glauben zur Seligkeit bewahret werden. O! wie selig ist die Hoffnung, welche dy dets nen Gläubigen geschenket hast! Jesus unser Haupt lebet, wir seta ne Glieder sollen auch leben, bei ihm seyn, seine Herrlichkeit fes hen, dich, o Gott! schauen. Was für Glanz, Aumuth, und Freus den wird uns in jener Welt umgeben! was für ausnehmende Wers te wird uns der weite Himmel zeigen, wodu, o Gott, deine vols lige Herrlichkeit offenbarest, und wo keine Sünde, kein Fluch, kein Elend, keine Tirannet der Gottlosen mehr Statt findet! Hier ers kennen wir dich, o höchstes Gut! nur noch in einem dunkeln Worte,

und