Der 3e Decca- ber.
Augenblick. Kann ich die circugefügte Beleidiguns gen, dir, Bote Gottes! mit meinem Blut tils gen? Sind Thránen der Reue
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Der Geiger schlägt, und ach! es ist dahin. Im Gefolge feiner 365 Zeugen dahin. Ulle glaubs würdig, und alle das Brandmal sichtbar an ihrer Stirne tragend, mit welchem ich sie bezeichnet has be. Ich flebe ihm nun vergebens: es muß für oder wider mich zeugen. Und von diesem Zeugniß- O du unerschöpfliches Meer der Erbarmung, Bater in Christo, vergieb, ich wußte nicht was ich that. Entfalle kann ich deiner Hand nicht, Unendlicher! denn wo ist in der Schöpfung ein Winkel, den du nicht erfülleft. Aber wer kann mir auch deine Gnas de verdächtig machen? Nicht nach anklagenden Jahren, sondern nach guten Gedanken und Thaten richtest du uns. Du rollest, Majestätischer! deis ne Welten Im harmonischen Klange dahin, wie groß ist das! Aber einem Sünder wie ich bin zu vergeben, darüber freuen sich Engel, und mein Geist wird dadurch noch dein Loblied, wenn du alle jezige Welten verwandelt hast. Erstaunen werde ich einst, daß du Sünden vergeben konntest, welche von tausend Sünden verdammt waren.
Ja, ich werde dir im Gerichte gegenüber stee ben, verfloßnes Jahr! aber nur meine Tugenden wirst du erzählen dürfen; denn ich stehe an meines Erlösers Seite. Und alle Jahre, die ich von nun an noch wechselte,( viele können es nicht seyn!) follen mir mehr Ehre im Himmel matben als du.. Unseränderlicher! erhalt mich bit in diesem Wirbel vou Zeit. Bald find auch mit tausend Jahre wie ein Tag: biff mir vollend hinüber und sen mein Freund in alle Ewigkeit!


