Der 3rte December. ich, Ewiger, dich bet ich an, Unwandelbares Wesen;
Dich, den fein Wechsel treffen kann, Wir werden, sind gewesen
Wir blühen und vergebn durch die 9r du bist unveränderlich
Du warst, und bist, und bleibest.
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Eine
Welch eine höchst feierliche Nacht! Sie ist nicht weniger als der Beschluß des Jahrs. geraume Zeit für alle Geschöpfe unter dem Monde. Nur noch ein Augenblick trennt diesen Freund von feinem Vorgänger, nnd dann, ist er gleich
ihm auf ewig dahin. Auf ewig? Heil mir, wenn alsdann auch alle meine Sünden mit ihm einer ewis gen Bergeffenheit überantwortet wurden. Und ach, auch meine Tugenden sind nicht viel besser und müss sen sich des Lichts schämen. Aber nein; ich werde ihn und sie alle wieder sehen, und sich sehen, wie ich an jedem Tage gedacht und gehandelt habe: eine erschreckliche Erscheinung.
- Nun du, dessen Umgang ich noch eine kurze Zeit geniesse, ehe du mein Zagregister in das Archiv Des Unendlichen niederlegst, laß dich noch vor deis nem Hintritt rechts ins Angesicht schauen.- Taas fchender Freund! wie unbedachtsam habe ich die fo viele Geheimnisse anvertranet! felbst meinen Hochs verrath gegen den Himmel. Und nun kehrest du ges schwazig dahin. Du scheinst ewig bei mir bleiben zu wollen! und nun fliegest du mit drohender Mies ne von mir? Dein ernster Blick jaget mir Schaus. er ein. Gleich einem Beleidigten scheinest du voi Rache zu entbrennen, und dein Beleidiger bin ich, Schrecklicher Unkläger! e verweil noch einen
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