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Der 16te Julius.
und führte ihn alsdann zu Gott! Auch der junge Luther, heißt es, gelobet in einer solchen Ungst den geistlichen Stand und größre Frömmigkeit; und so hatte ein Gewitter die losung zur Reformation gegeben. Das ist gewiß, daß bei anhaltendem Donnerwetter der Sünden, Heuchelei ausgenom: men, weniger werden. Welch ein erbaulicher Ges danke für den Frommen alsdann: Jetzt hat die ,, Sünde den bleiernen Zepter fallen lassen, und
un regieret Gott! Wenigstens werden doch die ,, Sünder bei dieser Pracht Gottes ehrbarer.
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Aber könnten die Gewitter nicht unschädlich fenn, statt daß sie einschlagen und tödten?- Nein! die Tugend würde dabei weit mehr verlieren als gewinnen, Man würde mit jenem römischen Kaiser Gott nachdonnern wollen; der Bliße zur Erleuchs tung seiner Schandthaten sich bedienen; und auch die Gesundheit würde leiden, weil man leichtsinnis ger in den Blitz sehen, und sich im Regen erhißen würde. So aber zittern Gottes vergeßne Fürsten doch auch einmal vor ihrem Herrn und glauben beinahe den Catechismus wieder. Majestätisch scheuchet uns der Allgütige in die Einsamkeit; und das gesundeste Verhalten bei Gewittern ist: entfernt von Wand, Fenster und Ofen, stille siken und ruhig auf Gott hoffen.
Und so firahlet denn auch unter blendenden Bligen deine Güte hervor, mein Vater! und der brüllende Donner löset sich endlich in sanfte Hare monie auf. Kein vermeintliches Uebel liessest du zu, welches nicht die gnädigsten Absichten hatte, und millionenmal von Wohlfart überwogen wurde. Sea


