Der 16te Julius. 1
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Deutschland witterte. Schon hieraus folgre ich: daß der Nuzen des Gewitters groß, daß Don: ner und Blik uns nöthig seyn müssen; und das sind fie in vieler Absicht.
Der ungelehrteste Sandmann redet von Auf lockerung des Erdbodens und von Fruchtbarkeit des Landes nach Gewittern. Jeder weiß, daß dadurch die Luft von fetten, salzigen und schwefelichten Dünsten gereinigt, und zum Othemholen geschickter gemacht werde. Gewitterregen, welche diese be fruchtende Salze auf die Erde herabbringen, beför: dern daher den Wachsthum in Feldern und Garten am meisten. Jedoch der Nußen der Gewitter in der moralischen Welt, oder der Vortheil, den fie den Geistern der Menschen bringen, ist noch grösser.
Nächst dem Worte Gottes scheinen Blik und Donner die eh.furchtsvollsten Begriffe vom Schöpfer beizubringen. Während eines Gewitters giebt es wol schwerlich einen Religions spotter; und wer sonst nur von der Natur oder der Schöpfung redet, kann sich nicht entbrechen, jetzt an den Schöpfer selbst zu denken. Man schmeichelt sich die Materialien des Gewitters zu kennen; und dens noch setzet die Wirkung davon in Erstaunen. Die Stimme des Herrn gehet auf den Wassern; der Gott der Ehren donnert Pf. 29, 3. Die heil. Schrift und ein Gewitter haben, nach diesem Ausspruche Davids, viel ähnliches mit einander. Jene erschüttert und befruchtet harte Herzen, und dieses harte Erde.
Wie manche Menschen warf nicht das Schreks ten des Gewitters, gleich dem Seutus, zu Boden, € 5
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