Der 12te Julius.
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Wahnsinn fo offenbar, daß man zu ihrem Lachen sagen muß: du bist toll! und zur Sünde selbst: was machest du? Die Fehler der Kinder find lächers lich: unaussteßlich sind sie an Greifen.
Ein junger Mensch greift seine Sparbüchse durchaus nicht an: welche Kiugheit! Mit der Zeit beraubt er sich alles Vergnügens und aller Freunde, um nur reich zu werden: welche Thorbett! Endlich erfrieret oder verhungert er bet vollen Kästen: nun ist der Wahnwit sichtbar! Der Stolze, welcher umfommt, weil er von dem Póbel( und dafür hält er fast alle Menschen ausser sich keine Hülfe ans nehmen mag; der Verschwender, welcher endlich mit seiner Familie betteln gehet; der Wollustige, welcher ins Spital getragen wird; der Neider, wels cher sich sein Herz abnaget, weil andre sich freuen; der Spieler, welcher arm, ungesund und verächts lich wird; die alte Buhlschwester, welche einen liederlichen jungen Menschen heirathet und wenn sie nichts mehr geben kann, weggejaget wird, der Hofs ling, welcher nicht von Gott, sondern von einem lasterhaften und frånklichen Prinzen sein Glük ers wartet; der Mann nach der Welt, welcher lieber von Jagdhunden, als Sonnen und Ewigkeiten spricht; und jeder Sünder, der hier so lebt, als ob er niemals sterben würde:- sind das odes nicht Blödsinnige, über deren Betragen ein Vernünftis ger die Achseln zuft? Zugestanden, daß sie ausser der Sphäre ihres herrschenden kasters flug seyn können: so ist das ja auch eine Eigenschaft vieler Verrüften, daß sie nur zu gewissen Zeiten und bei einer gewissen erregten Idee ihre Thorheit offenbas ren. Jeder Narr hat seine gute Stunde,
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