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son Erfüllung unsrer Pflichten abhalten laffen, oder aus Menschenfurcht Böses thun. Amen.
XII. Jesus geht zum Tode.
Jesus ward durch das viele Blutvers gießen bey der Geißlung und durch die mans nichfaltigen Peinigungen, die er zu dulden hatte, an Kräften ganz erschöpft, und den noch nimmt er die Kreuzeslaft ohne Widers rede auf seine Schulter, und trägt sie, bis thm folche abgenommen wird, und zeigt Mits leiden gegen die ihn beweinenden Frauen von Jerusalem.
Christus hat für uns gelitten, und uns ein Beispiel hinterlassen, damit wir ihn nach: folgen.
So oft mir leiden, so oft unfre Standess pflichten uns låftig werden, wollen wir auf ihn sehen, damit wir es recht lebhaft füh len, wie gering unfre Beschwerden gegen die feinige seyen, dies wird uns vor Kleinmuth und Verzweiflung bewahren, und uns die Kraft einflösen, so lange auszuharren, als Gott die Laft auf uns liegen läßt, und wir durch Leiden genug geprüft und gereiniget sind, um mit Jefu an den croigen Freuden. Theil zu nehmen.


