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Du bist die Liebe! säuselts unter Sternen; Du bist die Liebe! tónts im Erdenthal. Könnt ich mich je von dir in Nacht entfer
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O Vater dort, dann leuchte mir dein Strahl!
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6.
" Du sollst der Ehe frommen Bund nicht brechen. Du warst ja frey. Gott hörte deinen Schwur. Die Keuschheit blüht. Verwelkte Jahre rächen Die Sünde an der heiligen Natur!"
Süß ist die Lust und machtig lockt die Sünde, Doch ach die blaffe Reue folgt geschwind. Rein ist das Licht! Hilf, daß ich überwinde; Denn selig sind, die reines Herzens sind.
7.
" Du sollst nicht stehlen! Engel lächeln nieder, Wenn Recht und Treue unter Menschen wohnt. Der Wilde raubt. Die Keule mordet Brüder, Wo Habsucht unter Diebsgesellen thront."
Ich kann nicht irren, wenn die Habsucht winket; Der innre Richter spricht: es ist nicht dein! Wenn alles vor dem Gößen niedersinket, Laß mich gerecht und deiner würdig seyn!


