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3.
" Bereite dich, den Ruhetag zu feyern! Er ist der Seele köstlich Eigenthum. Wie Licht und Wärme die Natur erneuern, So winkt die Andacht in dem Heiligthum." Die Welt mit ihrer Herrlichkeit verschwindet, Wenn sich der Geist zu dir, o Gott, erhebt. Die Fessel sinkt. Der Ruhetag entbindet Die müde Seele, und der Glaube lebt.
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4.
" Du sollst den Vater und die Mutter ehren! Die Gottheit spricht. Bewahre dieses Wort. Die Urne winkt; sie soll dich liebe lehren, Dann lebt dein Glück in deinen Kindern fort."
O fanfter Zug, der unser Leben weihet, Er kommt von dir, dem Vater der Natur. Die Welt ist tod. Durch Liebe nur gedeihet Das Leben und der Freude Blumenflur.
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" Du sollst nicht tödten! Rache schreit die Erde, Wenn Kinderblut den Mutterschoos entweiht. Der Mörder bebt. Der Schußgeist weicht vom Heerde,
Und Nachtgewölke deckt die Ewigkeit."


