Druckschrift 
Morgen- und Abendopfer in Gesängen / von Johann H. Witschel
Entstehung
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Vater, o ich will, ich darf es glauben: Du blickst freundlich auch auf meinen Pfad, Deine Hand schwebt über meinem Haupte, Und du leitest mich nach deinem Rath. Sollte ich mein Schicksal selber wählen Dich hätte weder Lust, noch Muth; Aber du, der in die Zukunft blicket; Was du ordnest, das ist schön und gut. Sorge, Herz, nicht für den andern Morgen, Laß die citle Mühe, die dich quâlt! Denn der Himmelsvater weiß am besten, Was zu deinem wahren Glück dir fehlt. O er forgt für Millionen Welten, Sorgt für deinen kurzen Lebenstag; Darum sorgt der Weise nicht hienieden, Ausser, wie er weiser werden mag. So vergehet unter Gottes Frieden Unser Leben, wie die stille Nacht. Ach, und Traum und Täuschung ist verschwunden, Wenn der Geist nach deinem Bild erwacht.

abesc

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