Druckschrift 
Morgen- und Abendopfer in Gesängen / von Johann H. Witschel
Entstehung
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Für den guten, groffen Weltenvater, Den der Geist nur ahnet, nicht begreift, Uch, auf dessen Wink die Menschheit blühet, Und die Blume und die Traube reift. Ueber Sternen wohnt er in dem Lichte, Wo ein Glanz von tausend Sonnen ist; O mein Herz, du wirst ihn kennen lernen, Wenn du nicht mehr unter Menschen bist. Dann wirst du dein Leben freudig fegnen, Dort, wo reiner Himmelsathem weht, Dort, wo alles groß und lieblich pranget, Dort, wo deine Freude nicht vergeht. Fühle dieß im Wonnetag auf Erden, Und die neue Hoffnung tröste dich! Fühle dieß in deiner Leidensstunde, Und die groffe Hoffnung stärke dich! Freudengeber, laß mich rein geniessen, Laß mich im Genusse mässig seyn Laß mich nicht alleine Rosen pflücken, Laß mich auch für Andre Rosen streun.