Druckschrift 
Neues Braunschweigisches Gesangbuch : nebst einem kurzen Gebetbuche zum öffentlichen und häuslichen Gottesdienste
Entstehung
Einzelbild herunterladen

12 Von den göttlichen Eigenschaften insbesondere.

gebrochen. Das urtheil des und strafest mich 3u meiner verdienten fluchs, Gedanken beßrung väterlich. ſelbst gesprochen. Wo ist die nacht, die sie verheelt? Der richter hatte sie gezählt, Und keinen sterben lassen.

5. Du hörest meinen seuf­zern zu, Daß hülfe mir er­scheine. Voll mitleid, vater! záhlest du Die thránen, die ich weine. Du siehst und wågest meinen schmerz, Und stärkst mit deinem trost mein herz.

6. Seyd heilig, seyd von gott nur voll, Gedanken mei ner seele! Daß, wenn gerich tet werden soll, Kein einziger mich quále. Seyd heilig, und dann fürchtet nichts! Gott wird am tage des gerichts, Gleich thaten, euch belohnen.

6. O drück, allgegenwärti­ger! Dies tief in meine seele; Daß, wo ich bin, nur dich, o herr! Mein herz zur zu­flucht wähle; Daß ich dein heilig auge scheu, Und dir zu dienen eifrig sey.

Mel. Mache mit mir, gott, nach. du, höch­

überall

15. Nie bift von uns Nach deinem wert mich- han­

deln. Und stärke mich denn­auch mit kraft Vor dir getrost zu wandeln. Daß du, o gott, stets um mich seyst, Das tröst und beßre meinen geist.

fern; Du wirkst an allen enden. Wo ich nur bin, herr aller berrn! Bin ich in deis nen hånden. Durch dich nur leb und athme ich; Denn deine rechte schützet mich.

2. Was ich gedenke, weißest du, Du prüfest meine seele.

Mel. Wend ab deinen zorn. ch habe, gott, mir

Du siehst es, wenn ich gutes 16. S ernstlich vorge­

thu, Du siehst es, wenn ich fehle. Nichts, nichts kann dei­nem aug' entfliehn; Und nichts mich deiner huld entziehn.

nommen, Nie auf der über­treter pfad zu kommen, Vor dir zu wandeln, dir mich und mein leben zu übergeben.

3. Wenn ich in stiller ein­samkeit Mein herz an dich ergebe, Und über deine huld erfreut, Lobsingend dich er hebe, So hörst du es, und stehst mir bey, Daß ich dir immer treuer sey.

4. Du merkst es, wenn des herzens rath Verkehrte wege wählet. Und bleibt auch eine böse that Vor aller welt ver­heelet, So weißt du sie,

sieh,

2. Erforsche mich! ob ichs redlich meine, Gieb, daß ich nicht bloß, was ich seyn soll, scheine, Mit allen träften strebe, deinen willen Ganz zu erfüllen.

3. Wenn deine furcht mich überall begleitet, Und meinen gang, wenn mich kein mensch sieht, leitet, Wie sicher werd ich deine wege wandeln! Wie richtig handeln!