Betrachtungen und Gebete
Glaubens zu kämpfen, um den Lauf treulich zu vollenden, wie ihn Jesus Christus, ihr Herr, vollendete.
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Was nun, nach dem Willen Jefu, das heilige Abendmahl für seine Apostel seyn follte, das soll es auch noch jetzt für uns seyn, nämlich: ein feyerliches Denkmahl seiner Liebe, seines Lebens, Leidens und Todes.
Wir sollen uns hier seines ewigen Verdienstes um das ganze menschliche Geschlecht erinnern, wir sollen hier unser unruhiges Gewissen trösten, unsern Glauben an ihn stärken, und immer frommer und gottseliger leben lernen. Es soll uns ein heiliges Unterpfand seiner unsichtbaren Gegenwart und Gottes: Kraft, ein Sie: gel der Hoffnung unserer Linsterblichkeit und des ewigen Lebens seyn.
Sobald also die Handlung aus bloßer Gewohnheit unternommen wird, ist sie unnüß und wird entweihet. Eben so unnük aber ist das Vertrauen auf den bloß leiblichen Genuß. Essen und Trinken, sagt Lus ther, thut es freylich nicht. Und es wäre die größte Thorheit, wenn ein lasterhafter Mensch sich einbilden wollte: der leibliche Genuß des Abendmahls könne ihn vor Gott
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