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Betrachtungen und Gebete
Kelche des Herrn trinket, sollt ihr des Herrn Tod verkündigen.
Konnte Jesus wohl ein rührenderes Denkmahl seines Todes stiften; konnte er sich wohl mit allem, das er that und litte, seinen Geliebten bis zur Wiederkunft un vergeßlicher in die Seele drücken; sich ihnen, auch wenn er erhöhet war, gegenwärtiger mittheilen, als in diesem feyerlichen Gedächtnißmahle seiner Liebe, in dem einfachen Genusse des Brodes und Weines, seiner letzten Mahlzeit mit ihnen, das ihnen das heiligste Linterpfand seiner uns sichtbaren Gegenwart seyn sollte?
Konnte er sich fester mit ihnen verbin den, sich ihnen inniger mittheilen, als durch diese Stiftung, wodurch er sich selbst, seinen Leib und Blut, ihnen zur Speise reichte, sich bey seinem Abschiede den Seinen vermachte, und sich ihnen zurückließ?
Konnte er sich wohl inniger mit feinen Jüngern verbinden, als durch dieses wiederholte Gedächtnißmahl, wo sie alle sich als Glieder Eines Leibes, dessen Haupt der Unsichtbare, Ewigliebende ist, betrachten sollten?
Das Gedächtnißmahl ihres Herrn sollte ihnen auch Trost und Erquickung geben,
wenn


