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Geistliche Lieder, Gebete und religiöse Betrachtungen / von Elisa von der Recke
Entstehung
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Ach! das Kleinod unsrer Zeit

Leicht uns aus der Hand zu spielen! Und der traurige Gewinn

Dieses Spiels ist leerer Sinn.

Die ungezügelte Leidenschaft, wenn sie ein­mal Besitz genommen hat von dem unbeschirm­ten Gemüth, ſo reißt sie den Menschen fort, und läßt ihn die niedrigsten, die frevelhaftesten Mit­tel nicht verschmähen, um den Gegenstand ihrer Begierde zu erreichen. Der, nach irdischen Gü­tern Lüsterne wird, seinem Gelüste ganz hin­gegeben, nicht Anstand nehmen, das Wohlsein Anderer, wenn es die Bedingung des Erfolges ist, aufzuopfern. Der Rangsüchtige, der Ehr- v. hrane. geizige, wird Verstellung, Heuchelei, Verläum­dung anwenden er wird die tiefste Erniedri­gung seiner Menschenwürde nicht scheuen; vor keinem Verbrechen wird er erschrecken, um den­jenigen zu verdrängen, zu stürzen, der seinem Hinaufstreben entgegen steht. Er kann nicht an­ders; die mächtige Begierde reißt ihn fort. Die freigelassene Leidenschaft macht den freige­bornen Menschen zum Knecht! Und ist ein sol­cher Knecht der Besitzer eines Thrones, welche Ver­Heerungen blühender Länder verbreitet er um sich her! welches namenlose Elend der Völker geht von ihm aus!- Verwilderte Begierden sind die

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