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Vor uns dahin unaufhaltsam cilet die Zeit! unerseßlich ist ihr Verlust, wenn wir stille stehen; der Stillstand im Weiterstreben zur Vollendung ist ein Rückschritt, eine Entfernung von dem uns vorgesteckten Ziele. Jede Stunde, deren Aufforderung wir nicht erfüllen, ist eine beraubte Stunde! wir können ihr, wenn sie dahin ist, unsre Schuld nicht mehr abtragen. Wenn der Leichnam eines geliebten Wesens vor uns dahingetragen wird, dann fragen wir uns mit dem bangen Gefühl der Wehmuth: haben wir alles geleistet, was wir schuldig waren der geliebten Seele, die von uns hinwegging? Dieselbe Bewandniß hat es auch mit dem von uns geschiedenen Tage.
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Mancher Tag der Anfechtung und Betrübniß hat mich vielleicht unzufrieden gemacht; manche Gelegenheit habe ich wohl verabsäumet, die Zufriedenheit Anderer zu befördern; mancher Lieblingsneigung habe ich wohl mehr, als Recht ist, nachgegeben, oder gar den Sieg über mich eingeräumt; manchesmal hat mich noch die Ungeduld mit den Schwächen meiner Mitmenschen überrascht. Ja, ich fühle es, daß ich nicht auf der Stufe der Vollendung stehe, die mit ungetrübter Freudigkeit mich in das Innere meines Lebens blicken läßt. Mancher Kampf mit mir selbst steht mir noch bevor; aber ohne Kampf ist kein Sieg, ohne mühevolles Streben keine Vollen


