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Geistliche Lieder, Gebete und religiöse Betrachtungen / von Elisa von der Recke
Entstehung
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harret! wenn es nur redlich strebt, jede Stunde, die des wohlthätigen Vaters Weisheit ihm zuwen­det, auch zur innern Veredlung seines Gemüthes zu gebrauchen.

Ja, du liebender Vater, du Beseliger aller Ge­schaffenen! besonders derer, die dich innig und le­bendig erkennen; du hast es mir nicht an kräftigen Anmahnungen fehlen lassen, meine Veredlung, meine Seligkeit zu erringen; jedem sinkenden Tage hast du eine Erinnerung mitgegeben, mich zu beleh­ren, daß nichts eilender und vergånglicher, als die Zeit, und nichts unvergånglicher ist, als die Folgen ihrer Anwendung.

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Ein Tag ist wieder hin, und diesen fo 2006.jpg Theil des Lebens,

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Wie hab' ich ihn vollbracht, verstrich e und nad er mir vergebens?

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Dieſe furchtbare, aber heilsame Frage, kann sich der Mensch nicht oft genug wiederholen, um immer auf seiner Hut zu sein gegen den Verlust und die Ent­weihung der Zeit.

Sind es auch nicht grobe Verirrungen, die das Andenken einer Stunde beflecken; so haben wir uns doch ernsthaft zu prüfen, ob wir nicht aus Trägheit des Geistes manchen Aufruf der Stunden überhört, manche Veranlassung zum Guten übersehen haben, welche der Gang der Zeit herbeiführte.