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Wenn nun in dem Verzeihen, in der Nichtvergeltung des uns zugefügten Unrechtes, in der Liebe zu dem Feinde, mit einem Worte, in der leidenden Tugend sich die Kraft Gottes in uns bewährt: so offenbaret sich dieselbe noch heller und lebendiger in den Thätigkeiten eines wahrLiebe und Friede, haft frommen Gemüthes. thätige Liebe, erworbener Friede walten in dem Wirkungskreise eines solchen Gemüthes. Handlungen der Wohlthåtigkeit bezeichnen den Lebensgang der würdigen Seele, mit der Gott ist.
Der wahre Menschenfreund, wenn er selbst nicht retten kann, wenn die Kräfte seines Vermögens nicht hinreichen, das Elend des Flehenden zu mildern, der die Hand nach ihm ausstreckt, wird durch kräftige Theilnahme, durch Zuspruch, Rath, Fürsprache, oder was sonst für Mittel ihm zu Gebote stehen, die Leiden des Unglücklichen zu erleichtern suchen. Man
kann mit leerer Hand schon Vieles geben," sagt ein Weiser. Der wahre Menschenfreund wird mit anspruchsloser Leutseligkeit unter den Seinigen wandeln; der Friede wird mit ihm sein, auch wenn er mit unfriedlichen Charakteren in Verbindung steht. Stets wird er uneigen
nüßig handeln, wie nahe ihm auch Lockungen zum Eigennuß liegen; er wird nachgebend, wohl
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