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ruhig und anspruchlos mit frommer Heiterkeit in sich einen Himmel anbauen, in welchem der Friede wohnet, wo die Liebe waltet; er wird uneigennüßig und edel die Menschen lieben; wohlwollend, schonend und helfend auch denjenigen sich nahen, die da irren und fehlen, die unverträglich den Frieden der Andern sidren.
Wenn mitten unter den Erscheinungen einer Harten, trauervollen Zeit ein edles Haupt sich erhebet, das innig Gottes Willen erkennet und Gott nachahmt, Segen und Wohlthat spendend, wohin es sein Auge wendet, und Anstalten gründend, die auf das vielseitige Heil ſeiner nahen und fernen Mitmenschen hinstreben; dann wird die theilnehmende Seele, die so gern sich des Wohls der gesammten Menschheit erfreut, den erscheinenden Gott der Liebe in solchem Ereigniß erblicken! sie wird dankend niederfallen und anbeten den hohen Lenker menschlicher Schicksale. Aber pldßlich hinweggenommen wird das würdige Haupt aus dem Kreise seiner wohlthätigen Wirksamkeit, von dem Flor seiner blühenden Stiftungen. Des Segens Quelle versiegt nun; verstummt ist die Engelstimme der Liebe, welche zur Eintracht, zu wechselseitigem Wohlwollen die Herzen berief; gewichen ist der Friede von dem geweihten Raume, wo die gottselige Seele waltete;
Univ Bibl. Giessen


