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Geistliche Lieder, Gebete und religiöse Betrachtungen / von Elisa von der Recke
Entstehung
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meiner erbarmtest? wie sollte ich nicht Liebe und Wohlwollen üben gegen Menschen, die deine Kin­der, meine Mitgenossen des irdischen Lebens sind! Wohlwollen und Liebe sei meine heiligste Pflicht, und meine Weisheit sei Ergebung in deinen hei­ligen Willen, du Ewiger, du allwissender Lenker unsrer Tage!

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Aberglaube.

Wenn der Unglaube sich vermißt, oder sich gern überreden möchte, nichts als Wahrheit an­zuerkennen, was nicht in den Bereich sinnlicher Erfahrungen fällt; so schwärmt der Aberglaube gern über das Gebiet aller Erfahrung und über die Grenzen der Vernunft hinaus, und ist so­nach ein Fürwahrhalten alles dessen, was eine ausschweifende Einbildungskraft von Gott und göttlichen Dingen träumt, unbekümmert darum, ob das Geglaubte mit den Geschen des mensch­lichen Denkvermögens, das ist, mit der Vernunft, übereinstimmt, oder ihnen widerspricht; ob es mit unlaugbaren heiligen Wahrheiten im Zusam­menhange steht, oder ob es einzeln, als eine will­kürliche Erscheinung, unter den Vorstellungen des Verstandes umherirrt. Der Aberglaube nimmt