IV
ihres Alters, unter den Peinigungen ununterbrochener körperlicher Leiden, fand sie sich bewogen, aus ihren sämmtlichen Gebeten, Betrachtungen und geistlichen Liedern ein Erbauungsbuch zusammenzutragen, in welchem de menzutragen, in welchem dem Leser nichts Anderes begegnen müsse, als was streng geeignet sei, Gefühle einer religiösen Stimmung zu erwecken. So entstand dieses kleine, der stillen, einsamen Andacht gewidmete Werk. Lied und Prosa, beide tragen das Gepräge der Innigkeit einer Gott geweihten Seele, die das Verhältniß des irdischen Daseins zu der höhern Bestimmung des Menschen mit dem klaren Blicke durchschaut, der nur durch eine früh begonnene, mit Strenge durchgeführte Beobachtung des innern, so wie des äußern Lebens umher gewonnen werden kann. In jedem Gedanken spricht hier den Leser ein Gemüth an, welches, an unerfreulich wechselnden Lebenslagen gereift, zu einer gewissen seligen Ruhe gelangte. Die Prüfungen, so ihr bestimmt waren, berührten schon ihre frühesten Tage; durch ein gånzliches Mißverstehen der bedeutsamen Eigenthümlichkeit dieser zarten Natur, und durch eine daraus Herrührende unangemessene Behandlung der ersten Bewegungen ihrer innern Reg


