leicht sicher hindurch geleitet, die ich selbst nicht kannte und die mir also auch um so leichter hätten schaden können, je unbesorgter ich war, ihs nen auszuweichen. Und was soll ich sagen, wenn ich so viele andre Wohlthaten in mein Gemüth zurückrufe, die mit diese ganze Woche über von deiner Vatertreue sind zu Theil geworden. Wer hat Sorge getragen, daß es mir an dem Benöthigten in dieser Woche nicht hat mangeln dür fen? Wer hat mir Gesundheit und Kräfte verliehen, daß ich meine Bes russarbeiten im Gegen habe verrichten können? Wer hat so manchen Berlust abgewendet, der mich bei aller dagegen gebrauchten Vorsicht auf eine oder die andere Art hätte treffen können? Wer hat meinem bekümmerten Herzen Trost und Zufriedenheit eingefläßt, und Rath geschafft, wenn ich vielleicht über diese oder jene Angelegenheit meines Lebens bes trübt war, und mir selbst nicht zu helfen wußte? Habe ich das alles nicht dir zu verdanken, der du die Quelle und der Urheber alles wah. ren Guten bist? Und doch, mein gütiger Gott und Vater! ist das noch immer das wenigste, was du an mir gethan haft. Noch weit größer hat sich deine erbarmende Batertreue au mir verherrlicht im Geistigen. Denn mit welcher väterlichen Langmuth hast du mich niche bei meinen Fehltritten getragen, alle verdiente Strafen abgewendet, und mich da verschenet, wo vielleicht Menschen, wenn sie meine Feht. tritte gewußt hätten, kein Berschonen würden gebraucht haben, und das alles in der Absicht, damit ich noch Zeit haben möchte, die Aus gelegenheiten meiner unsterblichen Seele zu besorgen, und mich im Glauben sind Frömmigkeit zu einem frohen Genuß jener zukünftigen Seligkeit vorzubereiten. Gott aller Erbarmung! Ich danke dir für diese großen und unverdienten Proben deiner Batertreue. Ich bitte dich aber auch auf das innigste, erwecke mich, daß ich die Absichten dieser deiner våterlichen Liebe nicht verkenne noch unerfüllt laffe. Ich weiß nicht, win lange es dir gefallen möchte, mir mein Leben zu fristen und mir zur Besorgung der so wichtigen Angelegenheit meines Heils noch Zeit zu laffen. Ich elle wenigstens mit jedem Tage, mit jedem Schritte, den ich auf meiner irdischen Wanderschaft fortsete, jenem entscheidenden Ziele immer näher, wo die gegenwärtige Zeit aufhört, und die Ewigkeit anfängt; wo die Saat vollendet ist, und die Erndte angeht. O so verleihe mir denn die Weisheit, daß ich das recht ernstlich bedenke, damit ich die Zeit, die mir zum Wirken meines Heils von dir noch geschenkt wird, dazu anwende, daß ich nach der Vorschrift deines Sohnes mich einer wahren ungeheuchelten Rechtschaffenheit befleißige, und so auf die mir verborgene Stunde der Rechenschaft immer bereit halte. Vielleicht finde ich bei dem Zurückdenken an die vers floffene Woche manche Ursache, mit mir unzufrieden zu sein, und michy meiner begangenen Nachlässigkeit halber vor dir anzuklagen. Vergieb mir folches, o Gott, nach deiner Barmherzigkeit, die in Christo Jefu so groß ist. Stärke in mir den Vorfah, den ich jetzt vor dir faffe, ins künftige weifer zu werden, die Besorgung meiner ewigen Angelegenheit
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