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Gebete und Betrachtungen
chen Versammlungen deines Volks erscheinen läsfest, so gieb, daß ich diese Gnade mit dankbarem frohlockendem Herzen genieße; und in allen Stücken das thue, was zur Berehrung deiner herrlichen Majestät gehöret. Står: ke du mich, daß ich künftig in der Erfüllung meiner Pflichten unermüdet und eifrig sey, und mit freudigem Herzen auch Andern Gutes erweise, und dadurch deine Gnade und die reinen Freuden eines guten Gewissens erlange in der Zeit und in der Ewigkeit. Amen.
V.
Bey Krankheiten.
1.
Gebet eines Kranken.
Nun erfahre auch ich es in der That, mein Gott, was der Mensch ist, wie hinfällig und wie leicht seine Ge sundheit und Kraft dahin ist! Aber Dank sey dir, daß ich weiß, du könneft nie deinen schwachen Geschöpfen zu viel auflegen, du habest auch jede Last der Krankheit gemäßiget, daß sie erträglich sey, und du werdest auch diese Veränderung mir zum Besten dienen lassen. Was follte ich also unruhig klagen oder ängstlich sorgen? was kann ich Besferes thun, als zu dir aufsehen, den: Gott, der da hilft, und der es nie böse meinen kann. Du hast mich bisher so väterlich geleitet, mir so manche Freude gewähret, und mehr Gutes an mir gethan, als ich bitten und verstehen konnte. Auch mit allem dem, was mir jemals Leid, Unruhe oder Schmerz verursachet hat, hast du es immer weislich gewendet. Gott, das alles erkennet meine Seele wohl! ich bin zu gering aller deiner Barmherzigkeit, und meine Seele unterwirft sich vertrauungsvoll dir, ohne deffen Willen und Leitung mir nichts begegnen kann! auch das wirst du wohl machen. Stärke mich in diesem dankbaren, dir erges benen und vertrauenden Sinn. Füge sonst es mit der Dauer und mit dem Ausgang meiner Krankheit, wie es dein väterlicher Wille ist. Ich weiß nicht, welches bes fer


