Druckschrift 
Gesangbuch, alte und neue Lieder in sich enthaltend / hrsg. von Joh. Anastasius Freylinghausen
Entstehung
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für die häusliche Undacht.

o so wäre ich ja ein Heuchler und spottete deffen, in dessen Hand mein ganzes Schicksal liegt, und den ich nie tauschen fann.

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O daß mich der Eindruck dieser Handlung nie verlasse! Ich gehe mit jedem Jahr, das ich älter were de, schwereren Versuchen entgegen. Bisher ging ich an der Hand leitender Eitern oder Freunde. Bald soll ich allein gehen; soll mich selbst halten. Die Welt ers wartet mich mit allen Reizen zum Bösen. Ich trage in meiner Sinnlichkeit einen innern Feind mit mir umher, der so geneigt ist, sich mit der Verführung von außen gegen mich zu verbinden. Werde ich stark genug seyn, ihm zu widerstehen? Heute sind meine Vorsäge ſo fest, unsträflich meine Laufbahn in der Welt zu durchwan­deln, unermüdet an meiner Pflicht zu hangen. Werden fie es bleiben?

Unterstüße du mich selbst, Vater meines Lebens, mit deiner göttlichen Kraft. Dein Vorbild, o JEsu, welches dieser Tag meiner Seele so anschaulich macht, schwebe mir immer vor, und der Gedanke, welche Ver­suchungen du überwunden, welche Siege du über die Welt errungen hast, gebe mir Muth, die nachzukams pfen und getreu zu seyn bis an den Tod.

III.

Ermunterung zur Zufriedenheit mit Gottes Schickungen.

Du HErr und Vater meines Lebens! ich erfenne es, daß alle meine Schicksale in deinen Händen sind, mit allen ihren Veränderungen von dir abhängen, und freue mich dieser Ueberzeugung. Du willst nach deiner uns endlichen Güte nur mein wahres Beste. Nach deiner Allwissenheit siehst du alles, was etwas dazu beyzutras gen vermag, und was du willst, das geschieht, wenn du gebeutst, so ist's da. Wie sollte ich mich nicht ben deinen Schickungen beruhigen! Sicher darf ich dir zu trauen, daß du den Lauf meines Lebens, nebst allem, was mir darin begegnet, so geordnet hast, wie es seyn muß,