Nein, nichts verdirbt;
Der Leib nur stirbt; Doch wird er auferstehen, Und mit Himmelsglanz verklar Aus dem Grabe gehen.
Indeß will ich, Mein Jesu, Dich,
In meine Seele senken, Und an Deinen bittern Zod Bis zum Tode denken.
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Luc. 23, 50-56.
,, Und siehe, ein Mann, mit Namen Joseph, ein Rathsherr, der war ein guter, frommer Mann. Der hatte nicht gewilligt in ihren Rath und Handel. der war von Arimathia, der Stadt der Juden, der auch auf das Reich Gottes wartete. Der ging zu Pilato und bat um den Leib Jesu, und nahm ihn ab, wickelte ihn in neue Leinwand und legte ihn in ein gehauen Grab, darinnen Niemand je gelegen war. Und es war der Rüsttag und der Sabbath brach an Es folgten aber die Weiber nach, die mit Ihm gekommen waren aus Galilåa, und beschaueten das Grab und wie Sein Leib gelegt ward. Sie kehrten aber um, und bereiteten Specerei und Salben; und den Sabbath über waren sie stille nach dem Gefeß."
Du kannst durch Codesthüren träumend führen!" so tont es je zuweilen mit einem dankenden Blicke zum Herrn über Tod und Leben durch die Schmerzensthránen um einen geliebten Ent schlafenen. Ach, das gilt von Deinem Tode nicht, Du Einziggeliebter! Du liegst heute vor uns, ein kalter, blasser Leichnam, und wir zittern noch heute, wenn wir an Deinen Todeskampf gedenken. Da war keine Hand der Liebe, die Dir den kalten Schweiß von der Stirn trocknete, kein Getreuer, der Dir Dein müdes, sinkendes Haupt stüßte, kein


