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Wer foll uns nun erlöfen Von unsrer Schmerzenslast, Da Du, geliebtes Wesen! Im Tode bist erblaß't.
O Welt voll Trug und Sünden,
Die diese That verübt,
Wo soll ich wiederfinden Den Freund, der uns geliebt?
Harr', Seele, und sei stille! Verweil an Seinem Grab'! Bald wälzt des Vaters Wille Den Grabstein Ihm herab.
Großer Sabbath.
Mel. Traurigkeit, o Herzeleid 2c.
So ruhest Du,
O meine Ruh',
In Deines Grabes Höhle,
Und erweckst durch Deinen Tod Meine todte Seele.
Man senkt Dich ein Nach vieler Pein,
Du meines Lebens Leben! Dich hat jetzt ein Felsengrab, Fels des Heils, umgeben.
Doch Preis sey Dir Du konnteft hier
Nicht die Verwesung sehen; Bald ließ Dich des Vaters Kraft Uus dem Grab erstehen.
D Lebensfürst!
Ich weiß, Du wirst
Auch mich zum Leben wecken: Sollte denn mein gläubig Herz Vor der Gruft erschrecken?
Sie wird mir sein
Ein Kämmerlein,
Da ich im Frieden liege,
Weil ich nun durch Deinen Tod Sünd' und Cod besiege.


