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kommt." Aber ihnen Allen war diese Stunde noch mit düsterm Schleier verhangen, welchen ihr Auge nicht zu durchdringen vermochte. O selig, selig wir! uns ist der Vorhang zerrissen, wir schauen in das Allerheiligste des Altars. Siehe! das Opfer ist geschlachtet, es zuckt in seinem Blute, es hat ausgerungen, es ist verblutet, es neiget das Haupt und stirbt, und die ewige Erlösung ist erfunden.
Schau, der Vorhang ist zerrissen, Und aus den heil'gen Finsternissen Blickt hell der Gnadenthron hervor. Zausend Jahr stand er verhüllet: Nun ist des Himmels Recht erfüllet, Und freie Gnade steigt empor. Die Welt ist ausgesühnt, Das neue Leben grünt,
Neu wird Ulles!
Des Sohnes Blut Macht Ulles gut.
DSünder, faffet frohen Muth!
So wird auch mir, o Du Lamm Gottes, das Du die Sünde der Welt trågst, Dein Todestag zu meinem stillen Freudentage, Dein Marterholz zum Holz des Lebens, Dein Untergang zu meinem Auf gang in der Höhe; und ich stehe unter Deinem Kreuze und weiß nicht, wie ich Dir danken, Dich lies ben und loben, Dich preisen und anbeten und Dir Psalmen singen soll.
O drückten Jesu Todesmienen Sich meiner Seel' auf ewig ein! O möchte stündlich Sein Verfühnen In meinem Herzen kräftig sein! Denn ach, was hab ich Ihm zu danken! Für meine Sünden floß Sein Blut, Das heilet mich, den armen Kranken, Und kommt mir ewiglich zu gut.
Für mich starb Jesus; für mich quillet Sein Blut, mit Wasser untermengt.


