Jefu Chrifti.
87
tränkte ihn und sprach mit den Andern: halt, laßt sehen, ob Elias komme und ihn herab nehme. Da nun Jesus den Essig genommen hatte, sprach er: es ist vollbracht. Und abermal rief er laut und sprach: Bater, ich befehle meinen Geist in deine Hände. Und als er das gefaget, neigete er das Haupt und gab seinen Geist auf.
20. Die Begebenheit bei und nach dem Tode Jefu.
Und siehe da, der Vorhang im Tempel zerriß in zwei Stücke, von oben an bis unten aus, und die Erde erbebete, und die Felsen zerrissen, und die Gräber thaten sich auf und standen auf viele Leiber der Heiligen, die da schliefen, und gingen aus den Gräbern nach seiner Auferstehung, und kamen in die heilige Stadt, und erschienen Vielen.
Aber der Hauptmann, der dabei stand ihm gegenüber, und die bei ihm waren und bewahrten Jefum, da sie sahen, daß er mit solchem Geschrei verschied, und sahen das Erdbeben, und was da geschah, erschraken sie sehr, und preiseten Gott, und sprachen: wahrlich, dieser ist ein frommer Mensch und Gottes Sohn gewesen. Und alles Volk, das dabei war und zusahe, da fie sahen, was da geschah, schlugen sie an ihre Brust und wandten Es standen aber alle seine Verwandten von ferne und viele Weiber, die ihm aus Galiläa waren nachgefolget, unter welchen war Maria Magdalena, und Maria, des kleinen Jacobs und Josephs Mutter, und Salome, die Mutter der Kinder des Zebedäi, und viele Andere, die mit hinauf gen Jerusalem gegangen waren und hatten ihm gedienet, und sahen das Alles.
wieder um.
Die Juden aber, dieweil es der Rüsttag war, daß nicht die Leichname am Kreuze blieben den Sabbath über( denn desselbigen Sabbathstag war groß), baten sie Pilatum, daß ihre Beine gebrochen und sie abgenommen würden. Da kamen die Kriegsknechte und brachen dem Ersten die Beine, und dem Andern, der mit ihm gekreuziget war. Als sie aber zu Jefu kamen, da sie sahen, daß er schon gestorben war, brachen sie ihm die Beine nicht; sondern der Kriegsknechte einer öffnete feine Seite mit einem Speer, und alsbald ging Blut und Wasser heraus. Und der das gesehen hat, der hat es bezeugt, und sein Zeugniß ist wahr, und derselbe weiß, daß er die Wahrheit faget, auf daß auch ihr glaubet; denn Solches ist geschehen, daß die Schrift erfültet würde: Ihr sollt ihm fein Bein zerbrechen. Und abermal spricht eine andere Schrift: Sie werden sehen, in welchen sie gestochen haben.


