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Christliches Gesangbuch für die evangelisch-lutherischen Gemeinden im Fürstenthum Osnabrück : zum Gebrauch beim öffentlichen Gottesdienste und bei der Hausandacht ; nebst dem Lieder- und dem gewöhnlichen doppelten Anhange [Gebete [und] Die Epistolischen und Evangelischen Texte]
Entstehung
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Geschichte des Leidens

priester verspotteten ihn unter einander, mit den Schriftgelehrten und ältesten, sammt dem Volke, und sprachen: Er hat Andern geholfen, und kann ihm selber nicht helfen. Ist er Christus, der König von Israel, der Auserwählte Gottes, so helfe er ihm selber, und steige nun vom Kreuze, auf daß wir es sehen, und glauben ihm. Er hat Gott vertrauet; der erlöse ihn nun, lüstet es ihm. Denn er hat gesagt: ich bin Gottes Sohn. Es verspots teten ihn auch die Kriegsknechte, traten zu ihm und brachten ihm Essig, und sprachen: bist du der Juden König, so hilf dir selber.

17. Begnadigung des bekehrten Schächers.

Aber der Übelthäter Einer, die da gehenkt waren, lästerte ihn, und sprach: bist du Christus, so hilf dir und uns. Da antwortete der andere, strafte ihn und sprach: und du fürchtest dich auch nicht vor Gott, der du doch in gleicher Verdammniß bist? und zwar wir sind billig drinnen; denn wir empfahen, was unsere Thaten werth sind. Dieser aber hat nichts Ungeschicktes gehandelt; und sprach zu Jesu: Herr, gedenke an mich, wenn du in dein Reich kommst. Und Jesus sprach zu ihm: wahrlich, ich sage dir, heute wirst du mit mir im Paradiese seyn.

18. Jesu Fürsorge für seine Mutter.

Es stand aber bei dem Kreuze Jefu seine Mutter und seiner Mutter Schwester Maria, Cleophas Weib, und Maria Magdalena. Da nun Jesus seine Mutter sahe, und den Jünger dabei stehen, den er lieb hatte, spricht er zu seiner Mutter: Weib! siehe, das ist dein Sohn. Darnach spricht er zu Jünger: fiehe, das ist deine Mutter. Und von Stund au nahm sie der Jünger zu sich.

dem

19. Der Tod Jesu.

Und von der sechsten Stunde an war eine Finsterniß über das ganze Land, bis an die neunte Stunde; und die Sonne verlor ihren Schein. Und um die neunte Stunde rief Jesus laut and sprach: Eli, Eli, Lama Asabthani! das ist: Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen? Etliche aber, die da standen, da sie das höreten, sprachen sie: siehe, er rufet den Elias.

Darnach, als Jesus wußte, daß schon Alles vollbracht war, daß die Schrift erfüllet würde, spricht er: mich dürftet. Da stand ein Gefäß voll Essig, und bald lief Einer unter ihnen hin nahm einen Schwamm und füllte ihn mit Effig, und steckte ihn auf ein Rohr von Isop und hielts ihm dar zum Münde, und