und Eigenschaften.
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Gnad' Verstand mir giebst, auch Hülf' und Rath: so kann ich Alles schlichten.
3. Wie du die Deinen wunderlich, o Gott, hier pflegst zu führen, versteh' ich nicht, und lasse mich nur deine Gnad' regieren. Wo soll ich hin vor deinem Geist, da du auch die Gedanken weißt? Es hilft vor dir kein Fliehen; führ' ich gen Himmel, bist du da; auch in dem Grab' trittst du mir nah'. Kann ich mich dir entziehen?
4. Nun, großer Gott, weil deine Hand mich überall kann finden, und all mein Thun dir ist bekannt, so hüt ich mich vor Sünden. Denn finster ist wie Licht bei dir; was heimlich war, kommt klar herfür, ich kann dir nicht entgehen. Was ich gethan, gered't, gedacht, das wird vor deinen Thron gebracht; da muß ich vor dir stehen.
5. Du hast, o Herr, mich gütevoll und wunderbar bereitet, und, wie der Gliederbau seyn soll, so weisheitsvoll geleitet. Selbst wie mein Fleisch und mein Gebein und Alles an mir sollte seyn, das hast du, Gott, erwählet. Da ich noch ungeboren war, hast du schon Stunden, Tag' und Jahr im Lebenslauf gezählet.
6. Ich danke dir und preise dich für solche große Thaten, und daß du mir so wunderlich an Leib' und Seel' gerathen; sehr köstlich ist dein Werk an mir, wenn ich erwach', bin ich bei dir und warte deiner Gnaden; ich glaube fest, daß meine Sünd' durch Christum mir vergeben sind, daß sie mir nicht mehr schaden.
7. Den Vorsatz gieb mir, Herr, dabei, daß ich das Bose meide; was gottlos ist, fern von mir sey, vom Guten mich nichts scheide. Hilf, daß ich thu, was dir gefällt, und ernstlich flieh' die Lust der Welt, auch ihren Haß nicht achte. Und jede Pflicht, die du, mein Hort, mir vorge= schrieben durch dein Wort, treu zu vollbringen trachte.
8. Erforsch' mich Gott, ergründ' mein Herz und prüfe die Gedanken, wenn ich durch Freude oder Schmerz versuchet bin zu wanken. Bin ich vielleicht auf bösem
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