Vorrede.
Da müßt ihr aber allererst nicht glauben, es sen schon genug, wenn ihr folche Gebethformeln z. B. das Vater unser, cilends daher saget, oder ganze Seiten in Gebethbüchern herunter le set. Sobald ihr nicht wißt, wasihr saget oder leset, u. sobald euer Herz nicht Theil daran nimmt; soifts Plauderey, u. nichtGebeth. Es sind leere Worte, ohne Geist und Wahrheit; Gott kann unmöglich ein Wohlgefallen daran haben, und muß mit Rechte von solchen Af terbethern sagen: Dieß Volkehret mich nur mit den Lefzen, sein Herz aber ist weit von mir Matth. XV. V. 8.
Wollt ihr euch also der Gebethfors meln und Gebethbücher mit Nutzen bedienen, so merkt euch folgende Regeln:
Erstens: Eilt nicht im Gebes the! Gott sieht ja nicht an, wie viel, sondern nur wie gut thr bethet. Sos


