Allgemeines Kirchengebet.
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der Kirchen und des Vater- ziehung und Unterweisung der landes.
lieben Schul- und anderer Jugend, daß sie aufwachsen in deis ner Furcht und zum Preise deines Namens. Fördere alle chriftliche
In Kriegeszeiten.
Laß Glück und Sieg sie über, Handlung, Nahrung und Hande all begleiten, damit durch sie jeden mit allem guten Gewissen thierung, und laß dabei einen ein heilsamer und beständiger
Friede hergestellt und erhalten vor dir wandeln und sich redlich werden möge.
nähren.
In Friedenszeit.
Gedenk in deiner Güte an alle, die in Trübsal, Armuth, Verlaffenbeit, Krankheit, Krieges-, Hungers-, Feuer- oder Wass Laß Glück und Sieg sie über- serenotb, oder andern Anfechtuns all begleiten, damit der durch gen sind, auch an die, so um deine Gnade geschenkte beilsame deiner Evangelischen Wahrheit Frieden allenthalben befestiget, willen angefochten und gefans und beständig erhalten werden gen sind, oder sonst Verfolgung möge.
leiden. Du wollest sie alle, o Deiner Obsicht und Beistande, Gott alles Trostes! mit dem heis o treuer Gott! befeblen wir alle ligen Geiste fräftig trösten, in hohen Königlichen Landeskolle Geduld und Glauben stärken, gia, und andere hohe und niedre und endlich daraus erlösen nach Civilbedienten, die hier und an deinem väterlichen Wohlgefallen. derswo des Königs und des Alle Früchte der Erden, die Vaterlandes Bestes treulich su- zu unser leiblichen Nahrung chen nnd befördern: Sowohl und Nothdurft gehören, wollest auch den Rath dieser Stadt, jdu, o barmherziger Vater! bei ( die Herrschaft dieses Orts,) ver, jerwünschter Witterung mit frucht leibe ihnen Gnade und Segen, barem Wachstbum gerathen und die ihnen Untergebenen nach dei gedeihen auch erhalten und bes nem heiligen Willen u. Wohlges wahret werden lassen. Auch in fallen zu regieren, die Gerechtig: deinem väterlichen Schonen wolkeit zu befördern, die Bosheit aber lest du alle durch unsere Sünund alles Uebel zu verhindern den zwar wohl verdiente Noth und zu bestrafen; damit der und Gefahr abwenden, so diese Sünden und Seufzer des Lan- Stadt( Drt) sammt andern Or des weniger, hingegen dein gnä- ten betreffen möchte, und neben diges Wohlgefallen und Wohl- dem lieben Kirchen- und Landfries thun an uns vermehrt werde den, alle andern deine geistSegne in Gnaden die Aufer- lund leiblichen Wohlthaten uns und


