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Trost der Armen Seelen : Belehrungen und Beispiele über den Zustand der Seelen im Fegfeuer ; sammt einem vollständigen Gebetbuche zum Troste derselben / hrsg. von Jos. Ackermann
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11. Von den Beinen des Fegfeuers.

den mußten. Denn was hat jeder Zauberer, Ehebrecher, Lasterhafte und Gotteslästerer von Rechtswegen ertragen, was nicht auch der Martyrer im Bekenntnisse Christi erdulden mußte? Die Uebel hier auf Erden sind also viel leichter, und dennoch steht man, daß die Menschen Alles thun, was ihnen befohlen wird, um sie nicht erdulden zu müssen! Wie viel besser ist es daher für ste, das zu thun, was Gott beftehlt, damit ste jene weit schwerern Uebel nicht leiden müssen!"

Von den übrigen Peinen des Fegfeuers. Es gibt im Fegfeuer nebst der Feuerpein noch andere Beinen der Sinne oder der Empfind­lichkeit: vorerst die Finsterniß; denn jenes über­natürliche Feuer gibt, wie das höllische, kein Licht von sich; deßwegen wird es auch von der Kirche die Finsterniß genannt. Ferner werden dort, wie in der Hölle, auch alle Sinne, vor­züglich jene, mit denen am meisten gesündiget worden ist, gepeinigt; gemäß dem Worte: ,, Womit Jemand sündigt, damit wird er auch gestraft."( B. d. W. 11. 17.) Auch müssen die Seelen oft an dem Orte selbst leiden, wo ste gesündigt haben, das man wandeln heißt; der heilige Kirchenlehrer Thomas von Aquin schreibt daher( in suppl. qu. 69.), nachdem er von dem ordentlichen Fegfeuer gesprochen: