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Trost der Armen Seelen : Belehrungen und Beispiele über den Zustand der Seelen im Fegfeuer ; sammt einem vollständigen Gebetbuche zum Troste derselben / hrsg. von Jos. Ackermann
Entstehung
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1. Vom Begriffe und Dasein des Fegfeuers.

kraft erhalten hat, daß es nüßlich und Gott über­aus angenehm sei, daß das Gedächtniß derjeni­gen, die im wahren Glauben gestorben sind, in jener göttlichen und lichtvollen Geheimnißfeier begangen werde."( Blos. collyr. hær. app. 7.5.) Endlich gibt der heilige Augustinus seine volle Ueberzeugung über diese apostolische Ueberliefe­rung in Betreff des Fegfeuers zu erkennen, indem er in seiner Abhandlung über die Sorg­falt für die Abgestorbenen( 1. Hst.) schreibt: Wir lesen im Buche der Machabäer, daß Opfer für die Todten dargebracht wurden; allein wenn auch hievon durchaus nichts in der heiligen Schrift des alten Testamentes geschrie­ben stünde, so ist das Ansehen der ganzen Kicche, welche diesen frommen Gebrauch beobachtet, nicht von geringem Gewichte, indem in den Ge­beten, welche am Altare zu Gott dem Herrn vom Priester gesprochen werden, die Anbefeh­lung der Todten ihren Plaß hat."

Das Dasein des Fegfeuers wird aus den Bes schlüssen der Kirche bewiesen.

Die Kirche hat ihre Ueberzeugung, daß ein Feg­feuer sei, durch ihre Anordnungen und steten Gebräuche bei den Leichenbegängnissen und Ge­dächtnißfeiern der Abgestorbenen, so wie auch durch ihre uralten Meßordnungen allzeit an den Tag gegeben und in Konzilien feierlich als