XII. Novene zum Troste
O mein Gott, ich liebe Dich über alles, weil Du die unendliche Güte bist, und bereue von ganzem Herzen, Dich beleidigt zu haben. Ich verspreche Dir, eher sterben zu wollen, als Dich wieder zu beleidigen. Gib mir, o Herr, die heilige Beharrlichkeit; erbarme Dich meiner und erbarme Dich auch der Seelen, die im Fegfeuer brennen. O Maria, komme ihnen mit deiner mächtigen Fürsprache zu Hilfe!
Vater unser 2c.( wie S. 348.)
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Vierter Tag.
Nehr noch peinigt die armen Seelen, die Bräute Jesu Christi, das Bewußtsein, während ihres Lebens Gott, den sie so sehr lieben, durch ihre Sünden so oft beleidigt zu haben. Mehrere heilige Büßer wurden von dem Gedanken, einen so guten Gott beleidigt zu haben, so vom Schmerze übervältigt, daß sie den Geist aufgaben. Die Seelen im Fegfeuer aber erkennen auf eine weit vollkommenere Weise, wie liebenswürdig Gott ist, und sie lieben Ihn aus allen ihren Kräften; daher empfinden sie beim Bedanken, Ihn beleidigt zu haben, eine Pein, welche jeden anderen Schmerz übersteigt.


