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IV. Von den Mitteln,
Don dem Bußeifer der heiligen Ludwina für die armen Seelen.
Der unvergleichliche Geistesmann Thomas von Kempen, Verfasser der Nachfolge Christi, sagt von dieser heiligen Jungfrau, die zu seiner Zeit und in seiner Gegend lebte, in ihrer Lebensbeschreibung folgendes: ,, Dieſe große Dulderin litt während 34 Jahren ununterbrochen die schmerzhaftesten Krankheiten, und wurde in ihren öftern Verzückungen von ihrem heiligen Schutzengel vielmals in das Fegfeuer geführt, wo sie die armen Seelen nach der Verschiedenheit ihrer Schuld auf vielfache und schwere Weise gequält sah, und unter denselben viele ihrer Freunde erkannte. Dies bewirkte, daß sie nicht nur ihre eigenen unerhörten Leiden in größter Geduld ertrug, sondern dazu noch viele andere peinliche Bußübungen ausübte. Unaufhörlich flehte sie Gottes unendliche Barmherzigkeit für jene an und weinte über das Elend derselben oft blutige Thränen." Es bemerkt hiebei der nämliche gottselige Schriftsteller, daß, obschon sie allzeit viele Seelen durch ihre Bußwerke befreite, sie dieses doch an


