Druckschrift 
Erbauliche Lieder-Sammlung zum Gottesdienstlichen Gebrauch in den Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Gemeinen in Pennsylvanien und den benachbarten Staaten / gesammelt, eingerichtet und zum Druck befördert durch das hiesige Deutsche Ev.-Lutherische Ministerium
Entstehung
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Abend- Undacht, Samstags.

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auf welchen ich sterben werde. Wir daucht als ob mir die stimme aus dem grabe entgegen wallete:

Lebe, wie du, wenn du stirbst, Wünschen wirst gelebt zu haben.

Ach Gott, denke ich an diesen feyerlichen auftritt, so überfällt mich angst und schrecken. Eehe ich auf die gefahren durch welche ich noch bis an meinen letzten othem hindurch zu kämpfen habe, so vergehen mir meine gedanten. Werfe ich einen blick auf mein zur sünde ge­neigtes und so leicht verführtes herz, fo fange ich billig an auszuru­fen: Was soll ich thun, wer rettet mich? Toch, mein Erbarmer, gedenke ich daben an deine treue und an die liebe, die du zu fündern trägest, so erhole ich mich wieder, und bete mit einem zuversichtlichen und findlichen Herzen: Herr Jesu, verlaß mich im tode nicht, laß deine todeskraft meinen tod in einen sanften füssen schlaf verwan­deln. Rede du mir freundlich zu, wenn ich die stimme meiner freunde nicht mehr hören fann; blicke du mich in liebe an wenn meine augen brechen wollen, und kann ich nicht mehr reden, so seufze dein Geist in mir und übergebe meine erlöfete seele in deine hände, mein Heiland. Mir wird unter diesem flehen mein herz leicht, mir däucht ich sey erhöret, ja ich glaube in demuth, du wirst mir in meinen letzten au­genblicken die Frucht dieses armen gebets um deiner fürbitte willen, Herr Jesu, schmecken lassen. Ich sterbe, ich gehe vor gericht, doch ich erblicke ja da dich meinen füsfesten Freund als richter, du kannſt mich, dein armes tind, das jetzt im staube vor dir weinet, nicht vers kennen; dort wird deine unverdiente güte meinem armen herzen erst recht offenbar werden. Unterdessen hilf mir, daß ich deiner stimmie folge, hilf daß ich allezeit wacker sey und bete, hilf daß ich nicht müde werde im tämpfen gegen die fünde, hilf daß ich meine augen bestän dig auf dich den Getreußigten hefte. Stärke mir den glauben, und laß mich auch an diesem tage merken, daß die macht deiner gnade sich in meinem Herzen vermehre, daß ich kleiner und zaghafter an mir felbst, aber stärker und getroster in dir meinem lebens fürsten werde. Ich weiß daß du mich erhörest, und, o mein Erbarmer, versiegle dies vertrauen in meinem herzen durch deinen Geist aus lauter gnaden, Amen.

Dort liegt der letzte hügel noch Den ich zu übersteigen;

Dann fällt die last des lebens joch, Dann wird mich nichts mehr beugen,

Dann geb ich dir, Herr, meine zier,

Den geist in deine hände; Wohl mir, dort ist mein ende.

Abend- Andacht, Samstags.

Ich seufze auf, ich will ins heil'ge treten, Ach lehre mich, mein Heiland, selber beten. Gieb reu und leid, gieb alauben an dein blut: Dieß macht allein die böse fache gut.

Ja, Herr Jefu, ich komme mit einem ſchüchternen herzen zu deinem sünden, die von tagen tom