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Philothea des heiligen Jünglings Aloysius / von Ludwig Donin f.e. Curpriester
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es so weit bringen will, muß erkennen, wie gut und groß Gott, und wie zu allem Bösen geneigt sein Herz ist, der muß seinen eige­nen Willen ablegen, auf nichts hinschauen, als auf Gottes H. Willen, und Alles anwen­den, was ihn sicher dahin bringen kann. Er muß gegen sich mißtrauisch, und gegen Gott vertrauungsvoll sein.

Phil. Aber auch in dieser Beziehung war für deine Verhältnisse und deine Zeit die wahre Vollkommenheit viel leichter als für die meinige. Bei mir ist es ja unmöglich, die Vollkommen­heit zu erreichen.

Al. Mein Sohn, du irrst dich, wenn du glaubst, daß meine Lebensverhältnisse geeigneter zu einem frommen Wandel waren, als die dei­nigen. Weißt du denn nicht, daß Gott will, daß alle Menschen zur Erkenntniß der Wahrheit kommen und selig werden?- Hat Er denn nicht für alle Menschen verkündigen lassen: Seid heilig, gleichwie Der heilig ist, Der euch berufen hat.- Bedenke nur mein Leben. Schon in mei­nem 4ten Jahre nahm mich mein Vater mit nach Lasal, wo er die Truppen des Königs, welche nach Tunis bestimmt waren, musterte; dort sah ich

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