GONG GAGONG
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11. In einem jeden Stand und in einem jeden Geschlecht kann man unschuldig und heilig leben.
Ph. O wie lieblich erscheint mir in dir, o lieber Aloysius, die Unschuld des Herzens, die jungfräuliche Schönheit und wahre Frömmigkeit! Wie gerne wollte ich dir hierin folgen, wenn ich in deinem Stande leben würde, wenn ich deine Erziehung genossen, wenn ich zu deiner Zeit gelebt hätte. Sieh' ich bin in dürftigem Stande; ich habe mit meinen Aeltern tausend Sorgen zu theilen.
Wie kann ich ein so strenges und bußfertiges Leben führen, wie du! Wie kann ich in Bußkleidern, bei langem Nachtwachen und endlosem Fasten und 2maliger Kasteiung bestehen?
Ich kann nicht so viele mündliche Gebete verrichten, so vielen H. Messen, lange dauernden Andachtsübungen beiwohnen, die Kirche so oft besuchen und die heil. Sakramente so häufig empfangen, wie du. Wo käme ich hin, wenn ich in meinem Stande ein tagelanges Stillschweigen beobachten, oder mich wochenlang in die Einsamkeit begeben möchte.


