Druckschrift 
Philothea des heiligen Jünglings Aloysius / von Ludwig Donin f.e. Curpriester
Entstehung
Einzelbild herunterladen

KG

10

gendglanze bei Gott und bei Menschen aner­fannt, und sein Andenken unsterblich ist, und Gott nur einer jungfräulichen Seele Seine Gnadenschäße eröffnet, und der heil. Geist nur das makellose Kerz zur Wohnung wählt. Mir ist es nicht entgangen, daß nur die Reinen Gott anschauen und ein Lied im Jenseits singen wer­den, welches Niemand wird singen können, als jene, die ein jungfräuliches Herz bewahrten.-

Ich brachte dieses Gelübde so früh, weil ich die Worte des Herrn kannte: Suche den Herrn bei guter Zeit, denn vielleicht würdest du Ihn später nicht mehr finden. Und was habe ich da­mit verloren? Von dem Augenblicke an erfreute ich mich des besondern*) Schußes der seligsten Jungfrau. Ich erfuhr nie eine sinnliche Empfindung, und habe von der Zeit an, mit Hülfe der Gnade Gottes, nie mehr etwas gedacht oder gethan, was meinem Gelübde zuwider gewesen wäre. Berathe demnach auch du dich mit deinem Seelenführer, folge mir dann nach, und gedenke deines Schöpfers schon in deiner Jugend, dann wird Er gewiß allezeit deine Hoffnung sein.

*) Cep. 8.

-

-

5