Druckschrift 
Katholisches Missionsbuch oder kurze Anweisung recht zu beten, fromm zu leben, und glückselig zu sterben : nach den Werken der ehrwürdigen Väter P. Alexander Wille, P. Peter Canisii, P. Robert Bellarmin, P. Alois Merz und nach noch einigen andern gottseligen Schriftstellern aus der Gesellschaft Jesu
Entstehung
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Gottes bist? Demungeachtet sollst und darfst du, unter für dich so traurigen Umständen das heil. Gebet nicht unterlassen, sondern sollst um so inbrünstiger zu Gott flehen; begehre jedoch nichts, als daß er dir zu Hilfe eile und höre nicht auf, ihn anzurufen( Psalm 50. v. 1.) Collte dir dein Gewiffen auch keine schwere Sünde verwerfen können, fo wähne nicht, daß du deshalb gerecht feieft( I. Cor. 4. v. 4) sondern erwecke immerfort vor und in deinem Gebet mit kindlichem Sinne, Reue und Leid über deine dir bewußten und unbewußten Sünden( Pfalm 18. v. 13.) smind and Honding hidu

Selbst läßliche Sünden verhindern die trefflichen Wir­kungen des heil. Geistes, löschen den Eifer der Andacht, benehmen dem Gemüth das kindliche Vertrauen, und jene innere Freude und Wonne, welche reinen Seelen im Gebet zu Theil wird; denn wenn das Herz lau und kalt ist, ſo wird das Gebet trocken und lästig, und die Seele wird Prom Heghu? muthlos. anda bisa anda pili wand dau stabi pWenn du betest, so bedenke wohl wer der ist zu dem du redest, und wer du bist, der es wagen darf, zu Gott zu sprechen( Eccli. 2. v. 4.) Bergiß nie deiner Nichtigkeit je gnädiger und huldvoller sich Gott gegen dich beweiset. Das Gebet einer demüthigen Seele durchdringet die Wolken und fehrt nicht unerhört zurück. Wenn du betest fo wirf dich demuthsvoll auf deine Kniee( Ephef. 3, v. 4.) laß deine Augen nicht herumirren, sammle dein Gemüth und ver­lange nicht zu sehen oder gesehen zu werden. Auch ziemt es sich nicht, sich in unnüße Gespräche mit den Menschen einzulassen, und ihren Reden zu lauschen, wenn du mit Gott sprichst. Zu jeder Zeit und unaufhörlich kannst du Betrachtungen anstellen,( Lucas 18, v. 4.) auch auf deinem Rubelager richte deine Gedanken aufwärts, zu Gott, deinem Schöpfer, wende deine ersten Herzensregungen, wenn du erwad; st, und wenn du dich niederlegst.( Psalm 87, v. 14.) Preise deinen himmlischen Vater, sage Ihm Dank durch heilige Seufzer und geistliche Gefänge( Ephes. 5, v. 14.) opfere ihm dein ganzes Thun und Lassen, deine Arbeiten und Geschäfte( Coloff. 3, v. 17.) Wandle stets in Got­tes Gegenwart, und bestrebe dich feinen Eingebungen, durch welche er dich stets innerlich ermahnet, Gehör zu geben, und sie mit willigem freudigem Herzen zu befolgen. Was