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Erinnerung und Trost
hen, und beide schüßet er, er gab uns Kraft und Stärk, bis er an uns vollbracht sein großes Wunderwerk.
4. Gethau und auch geschenkt hat Gott in jeder Stund viel Guts in reichem Maas, ich rühms von Herzensgrund; er hilft, bewahrt, er liebt, hält uns in seiner Hut, er thut an uns noch mehr, als sonst ein Vater thut.
5. Deß bin ich fröhlich heut, mein Gott! was soll ich sagen? bu haft mein Kind und mich auf deiner Hand getragen. Ach segne uns hinfort, ach sich, wir sind ja dein, ach laß uns beiner Gnad allzeit empfohlen seyn.
Erinnerung und Trost Unfruchtbare.
für
Mein Gott läßt Eheleute ohne Kinder seyn, daß sie wie Abraham sagen: Herr! was willst du mir geben? ich gehe dahin ohne Kinder, 1 Mof. 15, v. 2., so sollen sie 1) gedenken, daß die Ursachen der Unfruchtbarkeit können natürlich seyn bei beiden Eheleuten, denn wie Gott nicht einerlei Natur allen Menschen giebt, also auch nicht einerlei Fruchtbarkeit. Wenn nun Gott diese Gabe nicht in ihre Natur gelegt hat, so sollen sie deßwegen mit Gott zufrieden seyn, und wissen, daß er doch darum ihr gnädiger Gott ist, der sie liebe und ihnen gewogen sey. Wie viel Bäumlein zieren den Garten, und tragen doch keine Früchte, und man hat diesel. ben doch gerne im Garten stehen. Also find auch unfruchtbare Eheleute Gottes liebe Kinder, ob sie gleich andern an Fruchtbarkeit nicht gleich sind.
2) Sollen sie sich erinnern, daß Kinder eine Gabe des Herrn sind; wem er diese Gabe nicht geben will, der soll darum nicht wider Gott murren, noch scheel sehen, wenn Gott einem viel, dem andern weniger giebt; Gott ist der Herr in seinem Haus, wie er will, so theilt er aus. Gott hat sich vorbehal


