Morgen und Abendandachten.
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alles, was ich thu, durch deine Kraft gelins gen, erleuchte meinen Pfad, Herr, durch dein göttlich Wort. Ich bin ein armes Schaaf, wie leichte kann ich irren; drum gehe mir, mein Hirt, stets auf dem Fuße nach, und laß mich nicht ins Neß der Eitel: keit verwirren, so stürzt der Thorheit Schuld mich in kein Ungemach. Gieb, daß ich heute mag mit frommen Leuten wandeln, auch bey der bösen Schaar stets unanstößig seyn; las Denken, Reden, Thun, mich nach Gewiffen handeln, und schließ mich überall in deine Vorsicht ein. Soll ich mein täglich Brod mit Kummerfalzen effen, so lege deine Huld als einen Zucker bey; ich weiß, du wirst mich auch im Kreuze nicht vergessen, dein Herze sagt es mir, das über alles treu. Ich gebe dir mein Herz, lenkes nach deinem Willen; ich gebe dir das Ohr, gieb ihm des Wortes Frucht; ich gebe dir den Mund, laß ihn dein Lob erfüllen; mein Auge gebich dir, halt es in deiner Zucht. Ich gebe dir die Hand, laß sie was Gutes machen; ich gebe dir den Fuß, führ ihn auf ebner Bahn; ja alles geb ich dir, in allen meinen Sachen will ich dein eigen seyn, was ich nur bin und kann. Gieb dich hinwieder mir, laß mich dein Auge leiten, dein Ohr erhöre mich, dein Munderfreue mich; es steh mir deine Hand in aller Noth


